Das Wichtigste in Kürze
- Der Preisunterschied liegt nicht im Monatsbeitrag, sondern in der Laufzeit. Ab etwa drei Jahren liegt die einmalige Zahlung vorn.
- Beim Baukasten ist Ihre Arbeitszeit der größte Posten und sie taucht in keinem Tarif auf.
- Bei Kündigung ist die Seite offline. Übertragen lässt sich meist nur die Domain, nicht die Seite.
- Ein Baukasten lohnt sich, wenn Sie die Seite laufend selbst ändern wollen. Wollen Sie das nicht, zahlen Sie monatlich für eine Funktion, die Sie nicht nutzen.
Wer eine Webseite für den eigenen Betrieb sucht, landet fast immer zuerst bei einem Baukasten. Die Werbung ist überall, der Einstieg kostet weniger als ein Mittagessen und man kann heute Abend anfangen.
Das ist ein echtes Angebot und für manche Betriebe das richtige. Für andere ist es die teuerste Variante, die es gibt. Der Unterschied liegt nicht im Monatsbeitrag, sondern in zwei Fragen, die selten gestellt werden.
Frage 1: Wie lange läuft das?
Baukastentarife mit eigener Domain liegen meist zwischen 10 und 30 € im Monat. Gerechnet auf die Lebensdauer einer Betriebswebseite ergibt das:
- 15 € im Monat: 180 € im Jahr, 900 € in fünf Jahren, 1.800 € in zehn Jahren
- 25 € im Monat: 300 € im Jahr, 1.500 € in fünf Jahren, 3.000 € in zehn Jahren
Die Zahl rechts ist die, die zählt. Eine Webseite ist keine Anschaffung für eine Saison. Die meisten Betriebe, die wir sehen, haben ihre Seite seit Jahren und wollen sie behalten.
Dem gegenüber steht eine einmalige Zahlung plus laufendem Hosting. Der große Teil ist nach dem ersten Jahr erledigt, der kleine läuft weiter. Ab etwa drei Jahren Laufzeit liegt dieses Modell vorn, danach mit wachsendem Abstand. Wie sich Agentur, Baukasten und Freelancer insgesamt zueinander verhalten, steht in Was kostet eine Webseite für einen kleinen Betrieb.
Frage 2: Wer baut die Seite eigentlich?
Das ist der Posten, der in keinem Tarifvergleich steht. Ein Baukasten ist ein Werkzeug, kein Ergebnis. Sie bekommen eine Vorlage und bauen darin selbst.
Realistisch sind das ein bis zwei Wochenenden, bis etwas dasteht, das Sie einem Kunden zeigen würden: Texte schreiben, Fotos auswählen und zuschneiden, Abstände auf dem Handy nachjustieren, Öffnungszeiten eintragen, Impressum und Datenschutzerklärung anlegen. Was in die beiden Rechtstexte hineingehört, steht in der Übersicht zur Impressumspflicht.
Dieser Aufwand ist einmalig, aber er ist echt. Rechnen Sie ihn zum Monatsbeitrag dazu, wenn Sie zwei Angebote vergleichen. Und rechnen Sie ehrlich, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie nach einem Zwölf-Stunden-Tag am Sonntag Bildgrößen anpassen.
Der häufigste Ausgang ist nicht die schlechte Seite. Der häufigste Ausgang ist die halbfertige Seite, die seit acht Monaten unter „Demnächst“ steht, während der Beitrag weiterläuft.
Was passiert, wenn Sie kündigen
Beim Baukasten mieten Sie. Stellen Sie die Zahlung ein, ist die Seite offline, meist innerhalb weniger Tage.
Mitnehmen können Sie in der Regel nur die Domain, und auch das nur, wenn sie auf Ihren Namen registriert ist. Die Seite selbst lässt sich fast nie exportieren, weil sie aus Bausteinen des Anbieters besteht, die außerhalb seines Systems nichts bedeuten. Texte und Bilder haben Sie noch, das Layout ist weg.
Das ist kein Vorwurf an die Anbieter, es ist die Bauart. Wichtig ist nur, dass Sie es wissen, bevor Sie fünf Jahre investieren.
Wann der Baukasten die richtige Wahl ist
Es gibt Fälle, in denen er klar gewinnt:
- Sie wollen die Seite regelmäßig selbst ändern, weil sich Ihre Angebote wöchentlich bewegen.
- Sie arbeiten gerne damit und empfinden das Bauen nicht als Last.
- Sie brauchen Funktionen, die weit über eine Betriebsseite hinausgehen, etwa einen Shop mit laufendem Sortiment.
- Sie sind sich noch nicht sicher, ob das Geschäft in einem Jahr noch läuft. Dann ist ein kündbarer Monatsbeitrag genau das richtige Risiko.
Trifft nichts davon zu, zahlen Sie monatlich für eine Bearbeitungsfunktion, die Sie zweimal im Jahr benutzen.
Der dritte Weg
Zwischen „alles selbst bauen“ und „vierstellig bei einer Agentur beauftragen“ liegt eine dritte Möglichkeit, die es früher nicht gab: Die Seite wird fertig gebaut und Sie sehen sie, bevor Sie etwas entscheiden.
Genau das machen wir. Wir bauen aus Ihrem Google-Profil, Ihren Fotos und Ihren Bewertungen eine Seite und schicken Ihnen die Vorschau per WhatsApp. Sie kostet 149 € einmalig, wenn sie Ihnen gefällt, und nichts, wenn nicht. Domain, Hosting, SSL, Wartung und spätere Änderungen sind eingerechnet, und die Domain läuft auf Ihren Namen.
Was dabei nicht herauskommt: ein Baukasten, in dem Sie selbst arbeiten. Änderungen übernehmen wir, meist am selben Tag. Für Betriebe, die ihre Seite pflegen lassen statt sie zu pflegen, ist das der Punkt.
Häufige Fragen
- Kann ich meine Baukasten-Seite später zu einem anderen Anbieter umziehen?
- Die Domain ja, sofern sie auf Ihren Namen registriert ist. Die Seite selbst in aller Regel nicht, weil sie aus systemeigenen Bausteinen besteht. Texte und Bilder können Sie natürlich weiterverwenden.
- Sind Baukasten-Seiten schlechter für Google?
- Nicht grundsätzlich. Entscheidend sind Ladezeit, Darstellung auf dem Handy und der Inhalt. Ein sauber gebauter Baukasten schneidet besser ab als eine überladene individuelle Seite. Die üblichen Probleme entstehen durch zu große Bilder und zu viele Zusatzfunktionen, nicht durch das System.
- Was ist mit den kostenlosen Tarifen?
- Kostenlose Tarife laufen auf einer Subdomain des Anbieters und blenden meist dessen Werbung ein. Für einen Betrieb ist beides ein sichtbarer Nachteil: Die Adresse sieht nicht nach einem Unternehmen aus und die Werbung steht auf Ihrer Seite.
- Wie schnell ist eine fertig gebaute Seite online?
- Bei uns liegt die Vorschau in der Regel innerhalb von 48 Stunden vor. Nach Ihrer Freigabe und dem Verbinden der Domain geht die Seite meist am Folgetag live.
Kostenlose Vorschau
Sehen Sie erst, wie Ihre Seite aussieht. Dann entscheiden Sie.
Wir bauen sie aus Ihrem Google-Profil, Ihren Fotos und Ihren Bewertungen und schicken Ihnen die Vorschau per WhatsApp. Sie kostet 149 € einmalig, wenn sie Ihnen gefällt, und nichts, wenn nicht.



